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Ruth Werren - Blumen, Pflanzen
und Politik
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Grüntalstr. 22, 8405 Winterthur |
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Tel. 052 202 83 50 · Fax 052 202 83
51 · Natel 079 609 46 44
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e-mail: ruthwerren@pop.agri.ch
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Liebe Gäste Ich spreche zum Föderalismus, zur Integration und mache noch einige Gedanken über unsere Stadt. Dass unser Föderalismus überholt sei, habe ich viel gehört und bin zu folgender Meinung gekommen. Solche Gedanken bewegen wahrscheinlich auch die Menschen, die ihre Heimat verlassen oder verlassen müssen, um hier in der Schweiz eine neue Heimat zu suchen. Schweizerinnen und Schweizer sind immer offen gewesen für Menschen, die wegen schwierigen politischen Situationen aus ihrer Heimat flüchten müssen. Sie kommen und werden oft mit grossen Illusionen über unser Land hierher gelockt, weil sie meinen, dass in unserem Land Milch und Honig fliessen. Einige sind dann enttäuscht wenn sie merken, dass die meisten Bürgerinnen und Bürger unseres Landes arbeiten und man Milch und Honig erst kaufen kann, wenn man zuerst das Geld verdient hat. In Winterthur leben 76% Schweizerinnen und Schweizer zusammen mit 24% Ausländern und Ausländerinnen. Ich denke an die grosse Einwanderung in den 70er Jahren. Diese Menschen haben damals mit ihrer Arbeitskraft einen grossen Anteil für den heutigen Wohlstand geleistet. Sie kamen um zu arbeiten, Geld zu verdienen, das sie in ihre Heimat sandten, um ihre Familien zu unterstützen und gute Bedingungen für ihre Rückkehr zu schaffen. Viele sind geblieben, sind heute Schweizer. Sie haben sich integriert, sie gehören zu uns. Heute hat sich die Situation geändert, viele kamen weil sie flüchten mussten, andere weil sie in unserem Land das Glück suchten. Im Vergleich mit den Einwanderern der 70er Jahre müssen heute für Integration grosse Summen und Bemühungen aufgewendet werden. Über Integration wie auch über die Sozialpolitik wird viel polemisiert. Dieses Polemisieren erweist Integrationswilligen wie auch echten Sozialbezügern einen schlechten Dienst. Für die Integration dieser Menschen wird viel getan. All zu viele unter ihnen tun selber aber wenig. Ich meine, dass die wichtigste Bedingung für die Integration gute Sprachkenntnisse sind. Wenn diese Voraussetzung erfüllt ist, geht vieles leichter. Wenn man die stets wachsenden Sozialausgaben verfolgt, kann einfach nicht generell behauptet werden, dass es den Sozialmissbrauch nicht gibt. Dies hat inzwischen auch die Stadt Zürich einsehen müssen, die nun Sozialinspektoren eingestellt hat. Es wäre für Integrationswillige und echte Sozialhilfebezüger wünschbar, dass klare und deutliche Verhältnisse geschaffen werden. Auch ich wollte mit einem Vorstoss Sozialinspektoren in Winterthur einführen, Leider war damals die Mehrheit des Grossen Gemeinderates dagegen. Unsere Stadt erfährt zur Zeit einen grossen Umbruch. Neue Areale werden erschlossen. Neue Ideen, wie z.B. ein Verwaltungsgebäude an bester und teuerster Lage zu erstellen, lassen uns aufhorchen. Dank dem Föderalismus können wir über dieses, meiner Meinung nach überrissene Projekt Stellung nehmen, und das Stimmvolk kann darüber entscheiden. Gemäss dem Magazin „Bilanz“ befindet sich Winterthur auf dem 31. Platz der Attraktivität. Gemessen an 124 Gemeinden mit über 10'000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Dies ist keine schlechte Note. Dass aber gerade der Erholungswert in Winterthur durch „Bilanz“ so schlecht benotet wurde, kann ich nun wirklich nicht verstehen. Unsere Stadt liegt eingebettet in 7 Hügel. Wir sind die waldreichste Stadt der Schweiz, fast 40% unseres Gemeindegebietes sind mit Wald bedeckt. 1678 Hektaren dieses Waldes gehören der Stadt. Allein diese Tatsachen hätten eine Bestnote erzielt. Ich hätte Verständnis gehabt, wenn wir in Sachen Littering, also der Verschmutzung unserer Stadt, und vorab wegen der unhaltbaren Situation um den Musikpavillon herum, eine schlechte Note erhalten hätten. Seit Jahren wird mit erfolgslosen Methoden versucht die Situation dort zu verbessern. Ich hoffe, dass der Stadtrat hier den Rank findet und den Pavillon einfach abbrechen lässt, denn dies wäre die beste, einfachste und günstigste Lösung. Nun es liesse sich noch vieles aufzählen, Positives und Negatives. Ich bin sicher, dass das Positive weit überwiegen würde. Wir alle lieben unsere Demokratie, wir lieben unsere Stadt, unseren Kanton und unser Land. Sagte doch schon Winston Churchill: Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen - mit Ausnahme aller anderen. Eine Sorge und einen Wunsch habe ich noch. Meine Sorge: Mein grosser Wunsch: Ich danke Ihnen fürs Zuhören und wünsche Ihnen einen schönen 1. August und einen guten Heimweg.
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