| |
Einiges über den Wolf
Aus dem schweizerischen Mittelland ist der Wolf Ende des 17. Jahrhunderts
verschwunden. Der Wolf ist in der Schweiz geschützt (eidg. Jagdgesetz
1986, Berner Konvention 1980). In vielen europäischen Ländern steht der
Wolf ebenfalls unter Schutz.
Warum ein Wolfsgehege im Wildpark Bruderhaus?
- Der Wolf war einmal in unserer Gegend heimisch.
- Der Wolf ist ein interessantes Tier.
- Der Wolf ist eine sinnvolle Erweiterung des Wildparks
Bruderhaus.
- Der Wolf wäre eine interessante und lehrreiche Attraktion
für die Stadt Winterthur.
- Andere Projekte zur Verbesserung der Wildgehege können
zusätzlich, paralell zum Wolfsprojekt, weiter bearbeitet
werden.
- · Sammelerfolg Stand November 2005 über Fr. 200'000
- Helfen Sie mit durch den Kauf von Keramikwölfen, hergestellt
von Behinderten der Brühlgutstiftung à Fr. 15.- und
Wolfsschokolade 50g Tafeln à Fr. 5.-

Verkaufsstellen für Keramikwölfe und Wolfsschokolade:
- Restaurant Bruderhaus .
- Ruth Werren ruthwerren@pop.agri.ch
Tel. 052 202 83 50, 079 609 46 44, Fax 052 202 83 51
Der Wolf und die Zusammenhänge mit dem Hund
- Alle bekannten 400 Hunderassen
haben den Wolf als Stammvater.
- Jede Hunderasse entstand durch Selektion durch die Menschen.
Am nächsten stehen dem Wolf Deutscher Schäfer,
Malamute, Husky und Layka. ·
- Wenn sich Wölfe mit wolfsähnlichen Rassen kreuzen, sind
die Nachkommen kaum von Wölfen zu unterscheiden.
- Die Domestizierung des Wolf begann
vermutlich vor 12'000 Jahren. Heute gibt es noch ca. 150
000 wildlebende Wölfe.
- Beim Wolf gibt es im Vergleich
mit Hunden wenig Varianten.
- Dem Hund ist die Fähigkeit sich unterzuordnen
angeboren. Der Hund ist ein in seiner Entwicklung stehen gebliebener
Wolf.
- Heute ist es möglich, mit gentechnischen
Untersuchungen genaueren Aufschluss über die verwandtschaftlichen
Beziehungen zwischen Hund, Wolf und Mischlingen zu erhalten.
- Der Wolf trägt den Schwanz waagrecht
oder gesenkt.
- · Der Hund trägt den Schwanz erhoben oder aufgerollt.
- Der Wolf setzt die Hinterpfoten auf die
Spur der Vorderpfoten. Der Hund setzt Hinterpfoten zwischen
die Spur der Vorderpfoten.
- Hunde haben meistens eine kürzere Schnauze
als der Wolf (ausser Collie).
- Der Geruchssinn bei Wolf und Hund ist
eine Million mal besser als beim Menschen.
- Der Wolf hat ein ausdrucksvolles Gesicht
aufgrund der breiten Haarbüschel, die nach aussen und etwas nach
unten gerichtet, unterhalb der Ohren wachsen.
- Wölfe haben nur eine Fortpflanzungssaison pro Jahr. Hunde haben
zwei.
- Unterschiede bei Wolf und Hund finden
sich auch bei den Schädelmerkmalen und unterschiedlicher Augenwinkelhöhe
und wir beim Schädel (Volumen der Gerhirnkapsel ist beim
Wolf grösser).
- Wölfe und Hunde verstehen sich in Gefangenschaft
sehr gut und paaren sich auch in freier Wildbahn.
Verschiedenes über den Wolf
- Der Wolf war einmal das am weitesten
verbreiteste Säugetier.
- Der Wolf ist anpassungsfähig an verschiedene
Lebensräume, er braucht aber Rückzugsgebiete.
- Wölfe entwickeln sich während dem ganzen Leben. Wölfe
sind als Haustiere nicht geeignet.
- Die Lebensräume beim Wolf sind ähnlich
wie beim Steinzeitmensch. Wölfe näherten menschlichen Lagern
und frassen die Reste. Sie benötigten dieselben Beutetiere wie
der Mensch zum Überleben und haben sich so ins "Menschenrudel"
integriert.
- Zahm werden Wölfe nur, wenn sie vor dem 12. Lebenstag zu Menschen
kommen. Die Geschichte erzählt, dass Frauen früher Wolfswelpen
gesäugt haben.
- Der Wolf hat eine längere Sinnesverarbeitung. Er braucht
dies für sein überleben.
- Wölfe hören Töne bis 40Khz (Mensch
bis 20 Khz). Er kann max. 40 km rennen.
- Wölfe winseln, knurren, heulen - bei
Gefahr ein kurzes Wuff.
- Nur das Alphapaar pflanzt sich fort.
Geburten in unserer Zeitzone Ende März bis Mai, nach einer
Tragzeit von 62 - 64 Tagen ca. 4-6 Junge.
- Nach der Geburt sind Wölfe 10-15 Tage lang blind. Sie erhalten
2 Monate lang Muttermilch. Nach 4 Wochen fressen sie
erstmals Fleisch. Wölfe fressen ca. 2 kg pro Tag.
- Wölfe leben im Rudel: 6-8 Tiere (max.
20 Tiere).
- Gewicht: 25-80 kg. Schulterhöhe: 60-95
cm, Zähne: 42.
- Lebenserwartung: In Gefangenschaft 12-15
Jahre, in Freiheit 7 Jahre.
- Jungwölfe verlassen das Rudel frühestens
nach 10 Monaten. Sie wandern tausende von Kilometern, bis sie ein
neues Revier finden. Dadurch wird die Inzuchtgefahr gebannt.
- Wölfe sind oft von Parasiten geplagt.
9 Arten Saugwürmer (Trematoden), 21 Arten Bandwürmer (Cestoden), 24
Arten Fadenwürmer (Nematoden).
- In der Mythologie wird dem Wolf vieles nachgesagt, er
sei dem Teufel nahe, er sei dumm. Für die Indianer galten
die Nordlichter als himmlische Wölfe. Heute verherrlichen Naturhistoriker
den Wolf. Dann noch die Sagen über Werwölfe, der böse
Wolf usw.
Nehmen wir ihn so wie er wirklich ist, ein faszinierendes Tier das für
sein Überleben auf seine Art, kämpft. Die Welt wäre ärmer wenn es ihn
nicht mehr gäbe.
|